18.02.2026 –, Raum 13 (GW2 B3850)
Gresch, C., Schmitt, M., Grosche, M., Böhme, K. Labsch, A., Külker, L., Stanat, P. & Roßbach, Hans-Günther (i.E.). Die INSIDE-Studie. Erkenntnisinteresse, Forschungsdesign und Datengrundlage. In C. Gresch, M. Schmitt, M. Grosche, K. Böhme, A. Labsch & L. Külker (Hrsg.), Inklusion in der Sekundarstufe I in Deutschland – Erfolgsfaktoren und Herausforderungen. Edition ZfE.
Jochmaring, J.; Bömelburg, L. & Sponholz, D. (2022). Inklusive Berufsorientierung als Diskurs. Der 'scheinbare' Konsens: gemeinsame Begriffe – unterschiedliche Ideen. In G. Kremsner, B. Schimek & M. Proyer (Hrsg.), Grenzen.Gänge.Zwischen.Welten. Kontroversen – Entwicklungen – Perspektiven der Inklusionsforschung. Bad Heilbrunn: Verlag Julius Klinkhardt, S. 67-74.
Nentwig, L. (2020). Expertise – Schulische Rahmenbedingungen und Organisationsformen bezüglich des Übergangs nach der Sekundarstufe I in die Berufsbildung/weiterführende Schulbildung mit besonderem Fokus auf Schüler:innen mit sonderpädagogischem Förderbedarf und hier insbesondere den Förderschwerpunkten ‚Lernen‘ und ‚ESE‘. Im Auftrag von INSIDE.
KMK (2017). Empfehlung zur Beruflichen Orientierung an Schulen. Beschluss der Kultusministerkonferenz vom 07.12.2017. https://www.kmk.org/fileadmin/Dateien/veroeffentlichungen_beschluesse/2017/2017_12_07-Empfehlung-Berufliche-Orientierung-an-Schulen.pdf
OECD (2024). Teenage career uncertainty: why it matters and how to reduce it. https://doi.org/10.1787/e89c3da9-en
Schuchart, C. (2025). Bildungslaufbahnbezogene Beratung durch Lehrkräfte an beruflichen Schulen. In Rahn, S., Seifried, J. & Ziegler, B. (Eds) Lehrpersonen an berufsbildenden Schulen im Spiegel empirischer Forschung, Zeitschrift für Berufs- und Wirtschaftspädagogik, Beiheft 34, 179-202.
SWK (2025): Kompetenzen für den erfolgreichen Übergang von der Sekundarstufe I in die berufliche Ausbildung sichern. Gutachten der Ständigen Wissenschaftlichen Kommission der Kultusministerkonferenz. https://www.swk-bildung.org/content/uploads/2025/03
Präsentation empirischer Projektergebnisse (zum Tagungszeitpunkt vorr. im Abschluss befindliche Forschung)
Abstract Einzelbeitrag zum SymposiumPlus –Der Transitionsprozess von der Schule in die Arbeitswelt ist für alle Jugendlichen anspruchsvoll. Gemäß der Vorgaben der Kultusministerkonferenz besteht für Lehrkräfte aller deutschen Sekundarschulformen jenseits der fachlichen Inhaltsvermittlung die Aufgabe, Jugendliche im Rahmen der Berufsorientierung (BO) hierauf vorzubereiten und sie zu unterstützen (KMK 2017).
Berufliche Übergangsprozesse für benachteiligte Schüler:innen, z.B. aufgrund eines sonderpädagogischen Unterstützungsbedarfes (SPU) und der Anspruch inklusiver Berufsorientierung (Jochmaring et al, 2022) gelten in diesem Kontext als besondere Herausforderungen. Dabei ist für die schulische BO zu konstatieren, dass diese durch strukturelle Problemlagen wie u.a. unklare Zuständigkeiten, verschiedenartige curriculare Integration und mangelnde Nachhaltigkeit gekennzeichnet ist (SWK 2025). Speziell die Förderung der Berufswahlkompetenz ist ausbaufähig, um u.a. die Berufs- und Arbeitswelt frühzeitig explorieren und Vorstellungen zur beruflichen Zukunft entwickeln zu können (SWK 2025; OECD 2024). Dabei sind individuelle Merkmale wie Selbstwirksamkeit und wahrgenommene Unterstützung seitens der Lehrkräfte mit beeinflussend für eine gelingende BO (Schuchart 2025; Nentwig 2020).
In dem Vortrag werden Ergebnisse zum Einfluss individueller Lehrkraftmerkmale hinsichtlich der BO auf die Berufswahlkompetenz von Schüler:innen mit und ohne SPU vorgestellt. Für die Analyse werden Daten aus der INSIDE-Studie (Inklusion in und nach der Sekundarstufe I in Deutschland, Gresch et al., i. E.) von 1768 Schüler:innen zu zwei Messzeitpunkten (Klasse 9 und 10) und 396 Lehrkräften aus 89 Schulen genutzt. Mittels Mehrebenenregressionsanalyse wird geprüft, ob das persönliche Verantwortungsgefühl der Lehrkräfte, ihre Einstellung sowie die von ihnen verfolgten Ziele im Rahmen der schulischen BO die Berufswahlkompetenz der Schüler:innen beeinflussen.
Erste Analyseergebnisse weisen darauf hin, dass sich Schüler:innen mit und ohne SPU nicht in ihrer Berufswahlkompetenz unterscheiden. Insbesondere die Zielorientierung der Lehrkräfte beeinflusst die Berufswahlkompetenz der Schüler:innen positiv, während die Einstellungen und persönliche Verantwortung der Lehrkräfte nicht bedeutsam sind. Diese Ergebnisse werden vor dem Hintergrund der aktuellen Debatten um eine inklusive BO und die Bedeutsamkeit individueller Lehrkraftmerkmale unter Berücksichtigung der Limitationen der Studie (z.B. hohe Anzahl fehlender Werte) diskutiert.
Kooperation zwischen Regel- und sonderpädagogischen Lehrkräften, Berufsorientierung
Dr. Jan Jochmaring
Universität Oldenburg