19.02.2026 –, Raum 2 (GW2 B1410+1415)
Anderes
Abstract Diskussionsforum –Mit dem Tagungsthema der IFO 2026 wird einerseits als Frage formuliert, ob es einen Zusammenhang zwischen Forschung, Haltung und Aktivismus gibt. Andererseits wird – nicht als Frage - Inklusionsforschung als `zwischen´ Bildungsutopie und Systemkonformität verortet.
Bezugspunkte für das Forum sind: die Abschließenden Empfehlungen des UN-Fachausschusses (UN-CRPD 2023), der die systematische Verletzungen des Rechts auf Teilhabe in allen gesellschaftlichen Bereichen und strukturelle Ausgrenzung bis hin zu struktureller Gewalt moniert, die neuerliche, konventionswidrige Etablierung von Sondereinrichtungen, sowie die Einschätzung der Monitoringstelle, dass in Deutschland „ein echter Paradigmenwechsel in Politik und Gesellschaft hin zu Inklusion und Selbstbestimmung nach Inkrafttreten der UN-BRK nicht festzustellen (ist)“.
Der Verein Politik gegen Aussonderung - 2007 aus der IFO heraus gegründet - hatte diesbezüglich das Einsetzen einer Enquete-Kommission Gesellschaftliche Inklusion empfohlen, um darüber die uneingeschränkten Teilhabe ALLER Bürger*innen, gerade in der heutigen Zeit gesellschaftlicher Spaltungen und Ausgrenzung, als Kern einer Gestaltung neuer gemeinwohlorientierter demokratischer Gesellschaftsstrukturen zu etablieren.
Auf der Basis der Identifizierung von Exklusionsstrukturen und der sich daraus ergebenden Veränderungsnotwendigkeiten sollten Ziele und Formen erarbeitet werden, wie die Gestaltung inklusiver Infrastrukturen im Bereich von (Aus)Bildung, Arbeitsmarkt, kommunalen Strukturen, Wohnen und Freizeit erreicht werden kann, und wie entsprechende Implementierungsformen abzusichern sind. (vgl.: www.politik-gegen-aussonderung.net).
Insofern soll im Forum diskutiert werden, ob die im Tagungstitel formulierte Frage wirklich eine Frage sein kann, und wie Inklusionsforschung verortet werden muss.
Unter der Themenstellung: Inklusions-Forschung als eingreifendes Handeln in gesellschaftlicher Verantwortung soll dies anhand von Anforderungen:
• aus der Sicht von politischer Selbstvertretung durch den Landesbehindertenbeauftragten der Stadt Bremen, Arne Frankenstein,
• aus Sicht der Praxis (der Schule Bergfidel) durch Barbara Wenders und Reinhard Stähling,
• aus der Sicht von Eltern durch Hadija Haruna-Oelker,
• und aus Sicht der Monitoringstelle am Deutschen Institut für Menschenrechte (angefragt)
diskutiert werden.
Chair: Anne-Dore Stein
Das Diskussionsforum wird nach der Mittagspause um 15:30 im selben Raum fortgesetzt.
Gründerin und Seniorprofessorin BA und MA Inclusive Education an der Evangelischen Hochschule Darmstadt, Vorsitzende Verein Politik gegen Aussonderung - Koalition für Integration und Inklusion
- Zwischen Befriedung und Befreiung – Überlegungen zur Rolle von (Inklusions-)Forscher*innen in einer exkludierenden Gesellschaft (Raum 11 - Slot 5)
- Was muss Inklusionsforschung [...] leisten (Fortsetzung), Sowie: Öffentliche Mitgliederversammlung Politik gegen Aussonderung – Koalition für Integration und Inklusion) PogA)