19.02.2026 –, Raum 13 (GW2 B3850)
Präsentation laufender Forschungsprojekte (Zwischenstand)
Literatur –Aktion Mensch e.V. (2024): Inklusionsbarometer Arbeit. Online unter: https://delivery-aktion-mensch.stylelabs.cloud/api/public/content/aktion-mensch-inklusionsbarometer-arbeit-2024.pdf?v=21b7f1e6 (05.09.2025)
Bundesagentur für Arbeit (2025): Berichte: Blickpunkt Arbeitsmarkt – Arbeitsmarksituation schwerbehinderter Menschen 2024. Nürnberg.
Engels, D., Deremetz, A., Schütz, H., Eibelshäuser, S., Pracht, A., Welti, F. & von Drygalski, C. (2023): Studie zu einem transparenten, nachhaltigen und zukunftsfähigen Entgeltsystem für Menschen mit Behinderungen in Werkstätten für behinderte Menschen und deren Perspektiven auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt. BMAS.
Fischer, A.-M., Hiesinger, K. & Pohlan, L. (2025): Aus Sicht der Betriebe: Was es braucht, damit Inklusion besser gelingt. In: Wirtschaftsdienst, 105(11), S. 591–597.
Flüter-Hoffman, C., Kurtenacker, A. & Schmidt, J. (2021): Menschen mit Beeinträchtigungen auf dem Arbeitsmarkt – Erwerbsbeteiligung, Beschäftigungsstrukturen und persönliche Einschätzungen. IW-Analysen 147.
Hiesinger, K. & Kubis, A. (2022): Beschäftigung von Menschen mit Schwerbehinderungen. IAB Kurzbericht 11/2022.
JOBinklusive (2025): Impulse für ein inklusives Recruting: So finden Unternehmen Bewerber*innen mit Behinderungen. Online unter: https://jobinklusive.org/werkstaetten-fuer-behinderte-menschen/unternehmen/impulse-fuer-ein-inklusives-recruting-so-finden-unternehmen-bewerberinnen-mit-behinderungen/#3-gibt-es-im-auswahlprozess-ausschlusskriterien-die-menschen-mit-behinderungen-benachteiligen (05.09.2025)
Rehadat (2023): Beschäftigungsstatistik schwerbehinderter Menschen. Online unter: https://www.rehadat-statistik.de/statistiken/berufliche-teilhabe/beschaeftigung/beschaeftigungsstatistik-schwerbehinderter-menschen/ (05.09.2025)
Van Berkel, R. (2021): Employer Engagement in Promoting the Labour-Market Participation of Jobseekers with Disabilities. An Employer Perspective. In: Social Policy & Society, 20(4), S. 533–547.
Inklusive Recruiting-Strategien könnten für Unternehmen angesichts des demografischen Wandels und Fachkräftemangels an Bedeutung gewinnen, um geeignete Arbeitskräfte zu finden. In diesem Zusammenhang bilden Menschen mit (Schwer-)Behinderungen einen qualifizierten Talentpool, dessen Potenziale trotz rechtlicher Vorgaben kaum genutzt werden (Bundesagentur für Arbeit, 2025, Hiesinger & Kubis, 2022). Die Erwerbsquote im erwerbsfähigen Alter schwerbehinderter Menschen liegt bei 48,4 %, die Arbeitslosenquote bei 11 % – deutlich unter respektive über den Werten nichtbehinderter Personen (Aktion Mensch e.V., 2024).
62 % der Unternehmen erfüllen ihre Beschäftigungspflicht unzureichend (Rehadat, 2023). In 2022 galt der Mangel an geeigneten Bewerber:innen mit (Schwer-)Behinderungen als Hauptgrund (Hiesinger & Kubis, 2022), 2025 hingegen fehlten laut Unternehmen passende Tätigkeiten für diese Gruppe (Fischer, Hiesinger & Pohlan, 2025). Barrieren für ein fehlendes Matching zwischen potenziellen Bewerber:innen und Unternehmen finden sich insbesondere in gängigen Rekrutierungs- und Auswahlpraktiken sowie fehlender Zielgruppenansprache (van Berkel, 2021). Kompetente Bewerber:innen bleiben häufig unberücksichtigt, wenn formale Qualifikationen nicht erfüllt sind (JOBinklusive, 2025).
Neben den Herausforderungen beim Recruiting fürchten zudem exemplarisch WfbM-Beschäftigte hinsichtlich des Onboardings bei einem Übergang den Verlust ihres gewohnten sozialen Umfelds und neue Ausgrenzungserfahrungen, wobei fehlende Begleitung im Onboarding-Prozess diese Ängste verstärkt (Engels et al., 2023). Mixed-Abled-Teams benötigen bewusste Unterstützung, denn Studien zeigen, dass gezielte Onboarding-Prozesse die nachhaltige Teilhabe fördern (Flüter-Hoffmann et al., 2021). KI-basierte Technologien können dabei helfen, diese Onboardingprozesse inklusiv zu gestalten.
Der Beitrag untersucht anhand zweier empirischer Studien Chancen und Herausforderungen inklusiver Recruiting- und Onboardingprozesse. Er zeigt, wie Unternehmen durch inklusive Sprache, barrierefreie Bewerbungsverfahren und sichtbare Signale einer offenen Unternehmenskultur gezielt Fachkräfte mit Behinderungen ansprechen können. Zudem wird diskutiert, wie KI-basierte, adaptive Onboarding-Lösungen zur beruflichen und sozialen Einbindung in bestehende Teams beitragen können. Ziel ist ein nachhaltiges, inklusives Setting, das individuelle Bedürfnisse berücksichtigt und Unternehmen bei der erfolgreichen Eingliederung unterstützt.
Berufliches Rehabilitationssystem
Berufsförderungswerke
Werkstätten für behinderte Menschen (WfbM)
Digitalisierung
Digitale Kompetenzvermittlung
Transformationsprozesse beruflicher Rehabilitation
2009 - 2012: B.A. Sozial- und Politikwissenschaften, Universität Eichstätt-Ingolstadt
2012 - 2015: M.A. Soziologie, Otto-Friedrichs-Universität Bamberg
2015 - 2016: Pflegefachkraft in der außerklinischen Intensivpflege bei HLC Intensivpflge GmBH, Stuttgart und in der ambulanten Pflege bei Doka GmbH, Stuttgart
2016 - 2018: Wissenschafltiche Mitarbeiterin, Institut für angewandte Sozialwissenschaften, Stuttgart
2018 - 2021: Wissenschafltiche MItarbeiterin, DFG-Graduiertenkolleg 1681/2 "Privatheit und Digitalisierung", Universität Passau. Disputation: 12/2021 (Magna Cum Laude)
2021 - 2022: Stipentiatin am DFG-Graduiertenkolleg 1681/2 "Privatheit und Digitalisierung", Universität Passau
2022 -2025: Wissenschafltiche Mitarbeiterin, Institut für Sozialforschung und Gesellschaftspolitik GmbH, Köln
Seit 05/2025: Wissenschaftliche Mitarbeiterin (Postdoc), Technische Universität Dortmund, Fakultät Rehabilitationswissenschaften, Fachgebiet Arbeit, Inklusion, Technologie