19.02.2026 –, Raum 9(GW2 B2335)
Methodische Reflexionen
Literatur –Kühl, S. (2011): Organisationen. Eine sehr kurze Einführung. Wiesbaden: VS.
Scholz, K.; Dettmann, M.-A.; Röh, D. (2024): Bildungsfachkräfte als Expert:innen für Inklusion und Teilhabe. Das Forschungsprojekt „(Hochschul-)Bildung inklusiv“ stellt sich vor. In: standpunkt : sozial, Sonderausgabe 2024, 80-85. Online unter DOI: 10.48441/4427.2540
Scholz, K (2025): Für eine inklusive Hochschule: Co-Seminare mit Bildungsfachkräften an der HAW Hamburg im Sommersemester 2025. In: Service User Involvement - SUI Newsletter. DOI: 10.48441/4427.2473
Institut für Inklusive Bildung (o. J.): Die Qualifizierung zur Bildungsfachkraft. Online: https://www.uni-kiel.de/de/institute/iib/qualifizieren
Wir brauchen eine inklusivere (Hochschul-)Bildung und Transformation des Systems zu einem Ort des Lernens und Arbeitens für alle! Mit dieser Bildungsutopie startete im April 2024 das zweijährige Forschungsprojekt „(Hochschul-)Bildung inklusiv“ (Scholz et al. 2024) an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften in Hamburg. Zentrale Aufgabe ist die Koordination und Begleitung der Qualifizierung von acht Menschen mit Behinderung zu Bildungsfachkräften (IIB o. J.), welche als Expert:innen für Inklusion und Teilhabe Wissen an Studierende vermitteln und Behinderungserfahrungen teilgeben. Darüber hinaus hat das Projektteam weitere Ziele gesetzt, um Diversity- und Inklusionskompetenzen der Hochschulmitglieder zu stärken und Bildungs- sowie Empowermentprozesse für alle Beteiligten zu erreichen. Unter anderem:
Die co-kreative Entwicklung studiengangsspezifischer Lehr-Lern-Formate durch angehende Bildungsfachkräfte und Studierende in innovativen Settings, sogenannten Co-Seminaren (Scholz 2025).
Die anschließende Weiterentwicklung und Pilotierung dieser Formate in inklusiven Lehr-Teams.
Das Erreichen möglichst vieler Studiengänge, die bisher wenig Kontakt zum Thema Inklusion haben.
Die Durchführung einer Studie über die Wirkung der Qualifizierung auf die angehenden Bildungsfachkräfte mit Fokus auf psychologisches Empowerment.
Der Einbezug vielfältiger Perspektiven von Expert:innen in eigener Sache. Bspw. durch die Einrichtung eines Beirates aus Menschen mit Behinderung und Studierenden sowie die Involvierung Studierender als Expert:innen ihres Studiums in Konzeption und Umsetzung möglichst vieler Projektschritte.
Die Evaluation der Seminar- und Beteiligungsformate auf personaler sowie organisationaler Ebene.
Die Durchführung einer barrierearmen, inklusiven Tagung, auf welcher im Sinne der Third Mission Forschungserkenntnisse mit Interessierten aus Forschung, Politik und Gesellschaft geteilt werden.
Zum Projektende ziehen wir kritisch Bilanz und diskutieren, v.a. vor einem systemtheoretischen Hintergrund (Kühl 2011): Welche inklusiven Ansprüche konnten in der Organisation Hochschule eingelöst werden? An welchen Stellen konnten wir kritisch forschen und wirken, an welchen ist es systemkonform geblieben? Inwiefern konnten im Rahmen der Forschung kulturelle bzw. strukturelle Veränderungen im System Hochschule bewirkt oder erfasst und beobachtet werden? Was braucht es, um Bildungsutopien zu Realität werden zu lassen?
seit WS 2005/2006 Professor für Soziale Arbeit mit dem Schwerpunkt Rehabilitation und Teilhabe
2005 Promotion (Dr. phil.) an der Carl-von-Ossietzky-Universität Oldenburg, Fakultät IV 'Human- und Gesellschaftswissenschaften - Institut für Psychologie' bei Prof. Dr. Peter Gottwald und Prof. Dr. Heinz-Alex Schaub zum Thema „Empowerment zur Lebensbewältigung – ein integriertes Konzept für die Arbeit mit chronisch psychisch kranken Menschen“
2000-2003 Studium der ‚Praxisorientierten Interdisziplinären Gesundheitswissenschaft’ an der Fachhochschule Oldenburg/Ostfriesland/Wilhelmshaven, Abschluss: Master of Public Health
1992-1996 Studium der Sozialen Arbeit am Fachbereich Sozialwesen der Fachhochschule Ostfriesland,
Abschluss: Diplom-Sozialarbeiter/Sozialpädagoge (mit staatlicher Anerkennung)
letzte Veröffentlichungen:
- Röh, D. (2025): Soziale Arbeit im Kontext von Rehabilitation und Teilhabe. München: Ernst-Reinhardt-Verlag
- Röh, D.; Meins, A. (2021): Sozialraumorientierung in der Eingliederungshilfe. München: Reinhardt Verlag
- Wiese, A.; Nauerth, M.; Röh, D. (2024): Teilhabe, Capabilities und daseinsmächtige Lebensführung. Eine theoretische Verknüpfung in der Perspektive Sozialer Arbeit. Soziale Arbeit. 73 (3), 101-107
M.A. Sozialarbeiterin/Sozialpädagogin
Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg
Arbeits- und Forschungsschwerpunkte: Service User Involvement in Higher Education, Partiziption und Inklusion in der (Hochschul-)Lehre