P03: Partizipation migrantisierter Eltern in schulischen Beratungskontexten – zwischen normativem Anspruch und institutioneller Realität (Ebene 2)
19.02.2026 , Raum 7 (GW2 B2890)


Abstract Poster

Die Kooperation zwischen Schule und Eltern gilt als zentrale Voraussetzung für den schulischen Erfolg und Teilhabe von Kindern. Familien mit Migrationsgeschichte und Kindern mit sonderpädagogischem Förderbedarf (SPF) sind dabei häufig mit besonderen Herausforderungen konfrontiert, die sich in asymmetrischen Kommunikationsstrukturen, defizitorientierten Zuschreibungen und eingeschränkten Informationszugängen niederschlagen. In diesem Zusammenhang kann die Feststellung eines SPF zur Verschleierung sozialer Benachteiligungen beitragen (Blasse & Haas, 2024, S. 17; Richter & Sufryd, 2022, S. 146). Erschwerend wirken ein Mangel an juristischem Wissen seitens der Eltern (Amirpur, 2016) sowie unzureichende Informationsangebote der Schulen (Temel, Kugler & Gasteiger-Klicpera, 2024, S. 268). Das Forschungsvorhaben untersucht Partizipationsmöglichkeiten und -barrieren im Beratungsprozess. Ziel ist es, diskriminierungskritische Strategien zur diversitätssensiblen Beratung abzuleiten.

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Präsentation laufender Forschungsprojekte (Zwischenstand)

Literatur

Amirpur, D. (2016). Migrationsbedingt behindert? Familien im Hilfesystem. Eine intersektionale Perspektive. Bielefeld: transcript.
Blasse, N. & Haas, B. (2024). Intersektionale Inklusionsforschung: Zum Verhältnis von race, class, gender mit der Differenzkategorie dis*ability. Empirische Pädagogik, 38(2), 5–20.
Richter, M. & Sufryd, K. (2022). Zur Positionierung von Kindern und Eltern im Kontext inklusiver Bildung: Professionelle Ausgestaltung von Kooperation in pandemischen Zeiten. Journal of Childhood and Adolescence Research, 17(2), 140–152.
Temel, S., Kogler, A. & Gasteiger-Klicpera, B. (2024). Beratung von Eltern/Erziehungsberechtigten im Rahmen des Feststellungsverfahrens auf einen sonderpädagogischen Förderbedarf (SPF) in Österreich aus Sicht der beteiligten Expert/innen. Vierteljahresschrift für Heilpädagogik und ihre Nachbargebiete, 93(4), 257–270.

Meine Forschungsinteressen liegen im Bereich der Bildungswissenschaften, insbesondere an der Schnittstelle von Inklusion, Migration und Beratung. Ein Schwerpunkt meiner Arbeit ist die Untersuchung von Partizipationsmöglichkeiten und -barrieren von Eltern im schulischen Beratungskontext. Dabei interessiert mich vor allem, wie Schulen diversitätssensibel und gerecht mit Heterogenität umgehen können und welche Strukturen eine gelingende Zusammenarbeit zwischen Eltern und Lehrkräften fördern.