19.02.2026 –, Raum 13 (GW2 B3850)
Präsentation laufender Forschungsprojekte (Zwischenstand), Methodische Reflexionen
Literatur –Literatur
Autor:innengruppe Bildungsberichterstattung (2024). Bildung in Deutschland 2024. Ein indikatorengestützter Bericht mit einer Analyse zu beruflicher Bildung. Bielefeld.
Blasczyk, S.; Schreiner, M. (2024). Übergänge von Schüler*innen aus Förderschulen. Zeitschrift für Inklusion, 19(4), 26–43. Verfügbar unter: https://www.inklusion-online.net/index.php/inklusion-online/article/view/804 (15.09.2025).
Bundesagentur für Arbeit (2025). Arbeitsmarktsituation schwerbehinderter Menschen 2024. Statistik der Bundesagentur für Arbeit, Berichte: Blickpunkt Arbeitsmarkt. Nürnberg.
Deutsches Institut für Menschenrechte (2023). Das Recht auf Arbeit und Beschäftigung. Allgemeine Bemerkung Nr. 8 des UN-Ausschusses für die Rechte von Menschen mit Behinderungen. Berlin.
Thielen, M. (2019). Der Übergang Schule – (Aus-)Bildung – Beschäftigung in Deutschland. Ein Überblick mit Fokus auf Inklusion im Kontext von Behinderung und Benachteiligung. Sonderpädagogische Förderung heute. 2. Beiheft: Inklusive Berufsorientierung und berufliche Bildung – aktuelle Entwicklungen im deutschsprachigen Raum, 150–172.
Thielen, M. & Kurth, S. (2023). Übergangskulturen in der Sekundarstufe I. Einzelschulische Modi der Gestaltung von Berufsorientierung im Spiegel von Differenz- und Ungleichheitsdynamiken. Vierteljahreszeitschrift für Heilpädagogik und ihre Nachbargebiete (VHN plus). DOI: 10.2378/vhn2023.art21d.
Wansing, G.; Schreiner, M. et al. (2025). Inklusive berufliche (Aus-)Bildung von Jugendlichen mit Schwerbehinderung im Rheinland – Zugänge, Gestaltung und Verbleib (InbeBi). Abschlussbericht mit ausgewählten Ergebnissen. Verfügbar unter: https://www.lvr.de/media/wwwlvrde/soziales/menschenmitbehinderung/1_dokumente/arbeitundausbildung/dokumente_229/forschungsvorhaben_ina/Ergebnisbericht_InBeBi.pdf (15.09.2025).
Auch gut 15 Jahre nach Ratifizierung der UN-Behindertenrechtskonvention ist eine gleichberechtigte Teilhabe am allgemeinen Arbeitsmarkt für (junge) Menschen mit Behinderungen nicht erreicht (Deutsches Institut für Menschenrechte 2023; Bundesagentur für Arbeit 2025). Besonders stark eingeschränkt sind die Teilhabemöglichkeiten für junge Menschen mit kognitiven bzw. mit kognitiven und körperlichen Beeinträchtigungen. Sie verlassen die allgemeinbildende Schule zumeist ohne Ersten Schulabschluss (Autor:innengruppe Bildungsberichterstattung 2024, S. 170–171). Auch erhalten sie während ihrer Schulzeit kaum Kontakte zu Betrieben auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt (Thielen 2019; Thielen & Kurth 2023). Aktuelle Untersuchungen bestätigen, dass der Großteil der Förderschülerinnen mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung nach der Schule in eine Werkstatt für behinderte Menschen übergeht (Blasczyk & Schreiner 2024, S. 38). Die Studie zeigt zudem, dass betriebliche Praktika „Türöffner“ sein können, Schülerinnen mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung allerdings häufig „pauschal als nicht ausbildungsfähig“ eingeschätzt werden (Wansing & Schreiner 2025, S. 30–31).
Hier setzt das Projekt MOSAIK an, das seit Mai 2025 vom Landschaftsverband Rheinland und vom Integrationsamt Niedersachsen gefördert und gemeinsam von der Technischen Universität Dortmund und der Leibniz Universität Hannover durchgeführt wird. Ziel von MOSAIK ist die Entwicklung und Erprobung eines empirisch fundierten Konzepts zur Gestaltung inklusiver Übergänge auf den allgemeinen Arbeitsmarkt für junge Menschen mit kognitiven bzw. mit kognitiven und körperlichen Beeinträchtigungen. Im Fokus des Beitrags stehen methodologische Aspekte und erste Ergebnisse von Arbeitsprozessanalysen, die in einschlägigen Branchen und Betrieben auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt durchgeführt werden. Durch Beobachtungen, Interviews und Dokumentenanalysen an den Arbeitsplätzen werden Anforderungen, benötigte (über-) fachliche Kompetenzen sowie Unterstützungsstrukturen exploriert. Das Konzept der Arbeitsprozessanalysen wird im Projekt MOSAIK erstmals auf Arbeitsplätze von Menschen mit kognitiven bzw. mit kognitiven und körperlichen Beeinträchtigungen angewandt. Die Ergebnisse fließen in die Entwicklung eines Diagnose- und Fördermodells, durch das mehr Teilhabe am allgemeinen Arbeitsmarkt ermöglicht werden soll. Der Beitrag wird thematisch Slot 3 (Berufliche Teilhabe) zugeordnet.
Berufliche Teilhabe im Kontext inklusiver Übergangsgestaltung
Grundbildungs- und Professionsforschung
Milieuspezifität von Schriftsprache
Qualitative Methoden der empirischen Sozialforschung