19.02.2026 –, Studierhaus
Partizipation steht in der Umsetzung einer inklusiven Hochschule an vorderster Stelle: Sie ist sowohl Ziel als auch Mittel. Vielfach wird – mit Bezug auf die «Partizipationspyramide» (Straßburger & Rieger, 2019) – Partizipation so verstanden, dass Entscheidung stufenweise abgegeben wird – von der Machtseite zur Partizipationsseite. Wird dieser Prozess jedoch von der Hochschule gesteuert, stellt sich die Frage paternalistischer Handlungen.
Wie können Entscheidungen gemeinsam getroffen werden? Wer entscheidet – und wer entschiedet, wer was entscheiden darf?
Partizipation bedeutet auch – unabhängig der Entscheidungen und der in der Pyramide inhärenten Differenzziehung beispielsweise zwischen Hochschulangehörigen und Partizipierenden – ein gemeinsames Zusammenfinden sowie der Einbezug von Perspektiven, die für ein Thema wichtig sind.
Wie können Aushandlungen, Differenzen und Streit (Mouffe, 2015) ausgetragen werden? Wie lassen sich auch Akteur:innen über das Hochschulumfeld hinaus (Politik, Geldgeber:innen, Zivilgesellschaft, Arbeitgeber:innen) in den gemeinsamen Prozess einbinden?
Im SymposiumPLUS wird ein selbstkritischer, diskursiver Raum zum Thema eröffnet. Vier Kurzinputs von 10 Minuten zeigen auf, wie weit eine Veränderung von Praktiken, Kulturen und Strukturen bereits gelungen ist – und welche Vorstellungen, Handlungen, Dokumente, Positionen oder anderes als Barrieren gewirkt haben. Nach den Kurzinputs folgt eine Stunde Austausch zum Thema. Dabei wird es eine Gruppe zum Thema «das Politische» (Beitrag 1 und 2) und eine zum Thema «Entscheidungen» (Beitrag 3 und 4) geben.
Wie ist der inhaltliche Status Ihres Beitrags? –Professorin für Bildung bei kognitiver Beeinträchtigung an der Interkantonale Hochschule für Heilpädagogik Zürich
Forschungsschwerpunkte: Öffnen der Hochschule, Inklusiver Unterricht, Mit- und voneinander Lernen, Lebenslanges Lernen für alle
Erziehungswissenschaftlerin, Dozentin für Inklusion am Institut Spezielle Pädagogik und Psychologie (ISP) an der Pädagogischen Hochschule Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW), Forscherin in der Forschungsgruppe Kreativwerkstatt
- Aktivismus und Wissenschaftlichkeit – partizipative Inklusionsforschung im Spannungsfeld zwischen müssen, sollen und können (Raum 6 - Slot 5b)
- SymposiumPLUS Inklusive Hochschule, Slot 1: Differenz(re)produktionen in der Inklusiven Hochschule (Studierhaus - Slot 1)
- SymposiumPLUS Inklusive Hochschule, Slot 2: In Begegnung kommen an der Inklusiven Hochschule (Studierhaus - Slot 2)
Professor für Systementwicklung und Inklusion an der Interkantonalen Hochschule für Heilpädagogik HfH in Zürich
Forschungsschwerpunkte: Öffnung der Hochschule, inklusionsorientierte Schulentwicklung, multiprofessionelle Kooperation, Inklusion/Exklusion aus gesellschaftstheoretischer Perspektive
- SymposiumPLUS Inklusive Hochschule, Slot 2: In Begegnung kommen an der Inklusiven Hochschule (Studierhaus - Slot 2)
- Wer sind die Kontrahent:innen? Politische Vorstösse zu schulischer Separation als Kampf um soziale Positionen deuten. (Raum 8 - Slot 5a)
- SymposiumPLUS Inklusive Hochschule, Slot 1: Differenz(re)produktionen in der Inklusiven Hochschule (Studierhaus - Slot 1)
Prof. Dr.
Professur für Pädagogik bei schwerer mehrfacher Behinderung und Inklusionspädagogik
Leitung des Annelie-Wellensiek-Zentrum für Inklusive Bildung an der Pädagogischen Hochschuel Heidelberg