20.02.2026 –, Raum 13 (GW2 B3850)
Ackermann, Karl-Ernst (2013). Geistigbehindertenpädagogik zwischen Disziplin und Profession. In: K.-E. Ackermann, Oliver Musenberg, Judith Riegert (Hrsg.), Geistigbehindertenpädagogik!? Disziplin – Profession – Inklusion. Oberhausen, S. 171-184.
Freire, Paulo (2013). Pädagogik der Autonomie. Notwendiges Wissen für die Bildungspraxis. Münster, New York u.a.: Waxmann.
Freire, Paulo (1972/2022): Pädagogik der Unterdrückten. In: Ullrich Bauer, Uwe H. Bittlingmayer & Albert Scherr (Hrsg.), Handbuch Bildungs- und Erziehungssoziologie. 2. Auflage. Wiesbaden: Springer VS, S. 365-377.
Mania, Ewelina & Tröster, Monika (2014). Finanzielle Grundbildung – Ein Kompetenzmodell entsteht. In: Hessische Blätter für Volksbildung 2/2014, S. 136-145.
Sánchez, César Osorio (2021). Educación popular, partizipative Aktionsforschung und Friedensförderung. Beiträge aus Lateinamerika zur sozialwissenschaftlichen Theoriebildung. In Annette Nana Heidhues, Ilse Schimpf-Herken, Mariana Schmidt Quintero (Hrsg.), Begegnung verändert Gesellschaft. Ansätze einer von Paulo Freire inspirierten Bildungspraxis. Stuttgart: ibidem, S. 33-47.
Tröster, Monika (2000). Spannungsfeld Grundbildung. Deutsches Institut für Erwachsenenbildung. Zugriff unter: http://www.die-bonn.de/esprid/dokumente/doc-2000/troester00_01.pdf [15.09.2025].
Waldschmidt, Anne (2017). Disability goes cultural. The cultural model of disability as an analytical tool. In A. Waldschmidt, H. Berressem, & M. Ingwersen (Hrsg.), Culture – Theory – Disability: Encounters between disability studies and cultural studies. Bielefeld: transcript, S. 19–28.
Presentation of ongoing research projects (interim status)
Abstract Einzelbeitrag –Der Beitrag will das Zusammenspiel von finanzieller Grundbildung und dem Empowerment von Erwachsenen mit Lernschwierigkeiten aus erwachsenenbildungswissenschaftlicher Perspektive kritisch beleuchten, indem sowohl theoretische Verschränkungen, als auch erste empirische Forschungsbefunde präsentiert werden.
Finanzielle Grundbildung meint die „existenziell basalen und unmittelbar lebenspraktischen Anforderungen alltäglichen Handelns und der Lebensführung in geldlichen Angelegenheiten“ (Mania/Tröster 2014, S. 140) und soll derart eine Vermittlung und Aneignung relevanter und nützlicher Kompetenzen als eine der Voraussetzungen für Empowerment von Subjekten und Kollektiven ermöglichen (ebd. 2015, 3). In diesem Wechselspiel zwischen Individuum, Kollektiven, gesellschaftlichen Anforderungen und kompetenzbezogenen Erwartungen lassen sich Diskurse um Behinderung (Waldschmidt 2017), aber auch um Grundbildung (Tröster 2000) nachzeichnen. Zugleich greift das Dilemma der „Notwendigkeit einer antizipierenden Anerkennung, damit der Andere von sich aus seine Bildung als Möglichkeit wahrnehmen“ (Ackermann 2013, 181) und entsprechend das Potenzial für Empowerment nutzen kann.
Dieses Dilemma greifen wir in dem Beitrag auf und diskutieren es in Bezug auf das Ziel der Erweiterung von Handlungsfähigkeit unter Rückbezug auf Freire‘s Konzept der Pädagogik der Unterdrückten (Freire 1971/2022; 2013). Bildung, so Freire, beinhalte dialogische Lernprozesse und explizit das Ziel gesellschaftlicher Transformation durch Wissenschaft, Praxis sowie Personen in vulnerablen Lebenslagen (Sanchez 2021, 34; 36). Bildung ist und „war in diesem Zusammenhang niemals neutral“ (Freire 2013, 91), sondern auf Befreiung und Empowerment ausgerichtet.
Bezugspunkt dieser Überlegungen ist das Forschungsprojekt „Finanzielle Grundbildung in vulnerablen Lebenslagen“ (FIBI-LA; UDE, iff, HAW; BMBFSFJ, 01BA2412A). Ziel des Projekts ist es, finanzielle Kompetenzen, Kompetenzerweiterungen und Befähigungen sichtbar zu machen, einen Beitrag zum Diskurs zur finanziellen Grundbildung zu leisten und darüber hinaus praxisnahe Bildungsmaterialien (u.a. Erklärfilme, Podcast) zu entwickeln, um soziale Wirklichkeit subjektorientiert i.S. von Empowerment gemeinsam zu verändern.
Inklusive Erwachsenenbildungsforschung, Grundbildung & Behinderung (Erwachsene mit Lernschwierigkeiten), Partizipative Forschung
Folgt
Marina Rößner ist wissenschaftliche Mitarbeiterin und Promotionsstudentin an der Universität Duisburg Essen (Fakultät für Bildungswissenschaften – Professur für Erwachsenenbildung). Sie arbeitet im Forschungsprojekt „FIBILA – Finanzielle Grundbildung in vulnerablen Lebenslagen“. Ihre Forschungsschwerpunkte sind inklusive Erwachsenenbildung, Inklusion und Behinderung, Programmplanung und -forschung in der Erwachsenenbildung sowie international-vergleichende Erwachsenenbildung.