19.02.2026 –, Raum 6 (GW2 B2880)
Inklusion rückt auch das Wohlbefinden aller in den Mittelpunkt (Hascher, 2017). Was unter dem Wohlbefinden von Kindern verstanden wird, bleibt jedoch uneinheitlich (Joos et al., 2018) und zumeist erwachsenenzentriert, sodass die Kinderperspektiven häufig unzureichend abgebildet werden (Fattore, 2020). Zudem werden Kinder in ihrer gesellschaftlichen Position primär als homogene Gruppe adressiert (Bühler-Niederberger, 2020). Ungleichheitskategorien, die die Lebenswelten der Kinder strukturieren, bleiben in der Regel unberücksichtigt. Jedoch sind subjektive Konzepte, auch das Wohlbefinden, durch erlebte gesellschaftliche Wirklichkeit systematisch durch Ungleichverhältnisse strukturiert (Hunner-Kreisel & März, 2019). Das Promotionsprojekt geht mittels einer Grounded-Theory-Studie der Frage nach, wie Kinder vor dem Hintergrund kindheitsspezifischer und lebensweltlicher Aspekte ihr Wohlbefinden selbst verstehen. Präsentiert werden erste Ergebnisse der Kinderinterviews (N=11).
Wie ist der inhaltliche Status Ihres Beitrags? –Präsentation laufender Forschungsprojekte (Zwischenstand)
Literatur –Bühler-Niederberger, D. (2020). Lebensphase Kindheit: Theoretische Ansätze, Akteure und Handlungsräume (2., überarbeitete Auflage). Beltz Juventa.
Fattore, T. (2020). From Object to Praxis: A Narrative of Shifts in Child Well-Being Research. Diskurs Kindheits- und Jugendforschung / Discourse Journal of Childhood and Adolescence Research, 15(2), 147–159.
Hascher, T. (2017). Die Bedeutung des Wohlbefindens und Sozialklima für Inklusion. In B. Lütje-Klose, S. Miller, S. Schwab, & B. Streese (Hrsg.), Inklusion: Profile für die Schul- und Unterrichtsentwicklung in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Theoretische Grundlagen – Empirische Befunde – Praxisbeispiele (S. 69–80). Waxmann.
Hunner-Kreisel, C., & März, S. (2019). Wohlergehen als Gegenstand einer ungleichheitstheoretischen Kindheitsforschung. Methodologische Möglichkeiten einer praxeologisch-intersektionalen Mehrebenenanalyse. In C. Frank, M. Jooß-Weinbach, S. Loick Molina, & G. Schoyerer (Hrsg.), Der Weg zum Gegenstand in der Kinder- und Jugendhilfeforschung: Methodologische Herausforderungen für qualitative Zugänge (S. 202–221). Beltz.
Joos, M., Betz, T., Bollig, S., & Neumann, S. (2018). „Gute Kindheit“ als Gegenstand der Forschung. Wohlbefinden, Kindeswohl und ungleiche Kindheiten. In T. Betz, S. Bollig, M. Joos, & S. Neumann (Hrsg.), Gute Kindheit. Wohlbefinden, Kindeswohl und Ungleichheit (S. 7–29). Beltz Juventa.
Wohlbefinden von Kindern, Forschung mit Kindern, Bildungsbenachteiligung