Erfahrungen aus 40 Jahren Inklusionsforschung - Perspektiven für die kommenden 20 Jahre (Hörsaal "Keksdose" - Slot 5)
20.02.2026 , Hörsaal "Keksdose"


Abstract Diskussionsforum

Ausgehend von dem Beitrag bei der IFO-Tagung 2006 in Rheinsberg von Franziska Deliry und Frank J. Müller soll 20 Jahre später ein gemeinsamer Rückblick auf Erreichtes erfolgen. Auf dem Podium sind Vertreter:innen aus drei Generationen (Annedore Prengel, Andreas Hinz, Franziska Deliry, Frank J. Müller, Lea Fischer und Clara Suchodolski). Grundlage der Diskussion sind neben den eigenen Erfahrungen der Beteiligten die Einschätzungen der Teilnehmer:innen, die bei der Anmeldung erfragt wurden.

Wie ist der inhaltliche Status Ihres Beitrags?

Ute Geling: Lehren und Lernen unter erschwerten Bedingungen, Pädagogische Diagnostik und Didaktik, Inklusionsfoschung

Annedore Prengel: Inklusionsforschung, Heterogenitätstheorien, Kinderrechte in pädagogischen Beziehungen, Pädagogikethik, kulturelles pädagogisches Gedächtnis, Schulentwicklung, Kitaentwicklung

Diese(r) Vortragende hält außerdem:

Seit 40 Jahren im Feld der Integrationspädagogik und später in der Inklusion tätig, liegt ein spezifisches Interesse im Zusammenhang von Inklusion und Demokratie und bei Anregungen des Inklusionsdiskurses durch dekoloniale Ansätze.

Diese(r) Vortragende hält außerdem:

Franziska Deliry, die in Würzburg und Neustadt/Weinstraße aufwuchs, studierte die Fächer Musik, Deutsch und Latein für das gymnasiale Lehramt an den Universitäten Heidelberg, Mannheim, Berlin und Bologna. Bereits im Rahmen ihres Studiums bildete sich der Interessenschwerpunkt Inklusion heraus (wesentliche Impulse durch Prof. Dr. em. Jutta Schöler, TU Berlin), den sie mit mehreren Praktika in Bozen und Bologna sowie mit einem Auslandssemester an der Universität Bologna vertiefte. Als nebenberufliche Frauenbeauftragte an der Fakultät I (Geisteswissenschaften) der TU Berlin gestaltete sie im Rahmen ihres Studiums über mehrere Jahre hinweg aktiv Frauenförderung mit.
Seit 2007 ist sie als Lehrerin an der Wöhlerschule, einem Frankfurter Gymnasium, tätig, wo sie seit 2009 das von ihr ins Leben gerufene Amt der Inklusionsbeauftragten ausübt. In dieser Funktion begleitet und gestaltet sie Inklusionsprozesse im System Schule für Kinder und Jugendliche mit verschiedenen Behinderungen, indem sie für Barrierefreiheit in baulicher und pädagogischer Hinsicht sorgt. In den Jahren 2018 und 2019 wurde sie von der Montag-Stiftung in Zusammenarbeit mit dem Stadtschulamt Frankfurt zur „Prozessbegleiterin Inklusion“ ausgebildet. Sie initiierte im Jahr 2013 den „Gesprächskreis Inklusion“ an der Wöhlerschule, in dem alle am Inklusionsprozess Beteiligten teilnehmen können und Gehör finden (Schüler, Eltern, Lehrkräfte, Teilhabeassistenz, medizinisches Personal, Vertreter von Ämtern etc.). Dieser Gesprächskreis wurde im Jahr 2023 mit dem „Hessischen Inklusionspreis“ ausgezeichnet.
Franziska Deliry ist im Arbeitskreis Inklusion der „Polytechnischen Gesellschaft Frankfurt am Main e.V.“ tätig und rief 2023 das seitdem jährlich stattfindende inklusive Literaturprojekt „Literatur uneingeschränkt“ ins Leben. Dieses Jahr findet im März 2026 in Kooperation mit der Volksbühne im Großen Hirschgraben eine erneute Öffnung des Projekts in die Frankfurter Stadtgesellschaft hinein statt.

https://www.youtube.com/watch?v=dLKoui38cBg

https://www.youtube.com/watch?v=KefESAGlaZ8

Prof. Dr. Frank J. Müller hat im Anschluss an seine Tätigkeit als Sonderpädagoge an der Grünauer Gemeinschaftsschule in Berlin die Professur für "Inklusive Pädagogik bei Beeinträchtigungen des Lernens und der Geistigen Entwicklung in den Sekundarstufen" an der Universität Bremen übernommen.

Er arbeitet zu Unterstützungsmöglichkeiten für Lehrkräfte in heterogenen Lerngruppen durch inklusive Open Educational Ressources, zum Forschenden Studieren, um integrationspädagogische Entwicklungen zugänglich zu gestalten, sowie zu Fragen der Einbeziehung weiterer Heterogenitätsdimensionen.

Clara Suchodolski studierte Geschichte, Englisch und Erziehungswissenschaften an der Universität Bremen und der McQuarie University Sydney. Nach ihrem Studium absolvierte sie das zweite Staatsexamen und arbeitete als Lehrerin an mehreren weiterführenden Schulen in Bremen. Gleichzeitig begann sie eine Promotion im zum Thema Antisemitismusprävention in inklusiven geschichts-und politikdidaktischen Settings.
Sie ist aktuell wissenschaftliche Mitarbeiterin am FB 12 Bildungs- und Erziehungswissenschaften der Universität Bremen und für die Tagungsorganisation der IFO 2026 mitverantwortlich.

Lea Fischer studierte Erziehungswissenschaft und inklusive Pädagogik an den Universitäten Münster und Bremen. Bis 2023 arbeitete sie als Lehrerin an einer Grundschule in Bremen Nord und beendete dort ihr Referendariat der Sonderpädagogik/inklusiven Pädagogik. Sie promoviert zu Interaktionsbeziehungen zwischen Schüler:innen im inklusiven Englischunterricht der Grundschule bei Prof. Dr. Frank J. Müller und arbeitet seit 2024 als wissenschaftliche Mitarbeiterin im Projekt inklusiv.digital zur länderübergreifenden Lehrkräfteprofessionalisierung mit Open Edicational Resources.

Diese(r) Vortragende hält außerdem: